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Classic: PREDATOR 2

Predator 2 - Action/SciFi-Horror - Freigegeben ab 18

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Auszeichnungen:
- Saturn Award 1992
3 Nominierungen: Bester SciFi-Film, Beste Special Effects, Bestes MakeUp

Bilder::
IN ZAHLEN

Jahr: 1990
Länge: ca. 103 Min

US-Kinostart: 21.11.1990
dt. Kinostart: 30.05.1991

Budget: 35 Mil.

Box Office: 57,1 Mil.
(USA: 30,6 Mil. / weltweit: 26,4 Mil.)

Bestenliste: 21 (weltweit 1990)

CAST

Danny Glover
Gary Busey
María Conchita Alonso
Ruben Blades
Bill Paxton
Calvin Lockhart
Robert Davi
Adam Baldwin
Kent McCord
Kevin Peter Hall

CREW

Regie: Stephen Hopkins

Drehbuch: Jim Thomas,
John Thomas

Kamera: Peter Levy

Schnitt: Mark Goldblatt,
Bert Lovitt

Musik: Alan Silvestri


Der Film

Arnold Schwarzenegger hat sie alle klein gekriegt: schlangenbeschwörende Schwarzmagier, Horden von Terroristen, den Mars, Kindergartenkinder, die Tücken der Schwangerschaft und so weiter. Der heutige Gouvernator Kaliforniens hat dermaßen viele Feinde besiegt und unter seiner Popularität begraben, dass man meinen könnte, dass niemand davon in Erinnerung geblieben ist. Auf alles irdische, dem die steirische Eiche sich gestellt hat, mag das sogar zutreffen, doch einer seiner härtesten Gegner stammte nicht von dieser Welt: 1987 dezimierte ein übermächtiger Außerirdischer im Dschungel Zentralamerikas ein Eliteteam unter Schwarzeneggers Führung, ehe der Österreicher persönlich den grausamen Killer gerade so bezwingen konnte. Und während Mr. Universum nur eine weitere Schlacht geschlagen hatte war es diesmal vorrangig sein Kontrahent, der aus John McTiernans Predator einen Kultstreifen werden ließ und die Titelfigur zu einer der beliebtesten und gefürchtetsten Kreaturen der Filmgeschichte machte. In verschiedenen Comicserien und Büchern wurde das Universum der Jägerrasse erweitert und natürlich konnte auch eine Fortsetzung auf der Leinwand nicht ausbleiben. Jedoch ohne Muskelberg Schwarzenegger, den das veränderte Setting nicht überzeugte und der lieber mit James Cameron das Mega-Sequel Terminator 2 drehte – welch weise Vorraussicht…

Das Los Angeles des Jahres 1997 ist dreigespalten, kolumbianische und jamaikanische Gangs kämpfen brutal und auf offener Straße um die Vorherrschaft im Drogengeschäft, die Polizei steht den Außeinandersetzungen machtlos gegenüber und verzeichnet mehr Verluste als Erfolge. Da braucht es schon einen harten Hund wie Detective Mike Harrigan, der sich von den Autoritäten nichts sagen lässt und mit seinen riskanten Methoden wenigstens ein paar Gangster von der Straße fegt. Doch plötzlich mischt sich eine vierte Partei in den Großstadtkrieg ein: ein außerirdischer Jäger, der Predator, erklärt Los Angeles in einem heißen, gewaltätigen Sommer zu seinem Jagdrevier – und vor dem gnadenlosen Monster ist niemand sicher…

Aus dem Dschungel in den Dschungel. Trommeln erklingen, Vögel zirpen und kreischen und eine schnelle Kamerafahrt enttarnt Geäst, Büsche und Bäume als den Vorhof zu einer ganz anderen Hölle: der Großstadt. Es ist ein brütend heißer Sommer, in den Straßenschluchten L.A.‘s regieren MG-Salven, Explosionen, kurz: das Chaos. Da gibt es viel zu beobachten für den Besucher from outer Space, die aus Teil Eins bekannte Thermalsicht kommt erneut zum Einsatz, diesmal gleich von Beginn an. Und schon das ist ein Problem von Predator 2. Im Gegensatz zum zweiten großen Killer aus dem All, dem Alien, ist der Predator eine sehr viel bestimmendere Figur, das Spiel läuft nach seinen Regeln, er reagiert nicht, er agiert. Was bedeutet, der Predator jagt. Das tat er im ersten Teil, das tut er im zweiten Teil, mit dem Unterschied, dass der Zuschauer nun nicht mehr die Perspektive der Protagonisten aus Predator teilt, sondern jenen aus Predator 2 mit seinem Wissen über die Vorgehensweise und den Antrieb des Monsters den wichtigen Schritt voraus ist, der in McTiernans Film für die Hochspannung sorgte. Die Alien-Filme setzten jeweils ganz verschiedene Schwerpunkte, banden die Möglichkeiten des Biestes und seiner Bezwinger an die Begebenheiten, während der Predator, ob nun im Dschungel oder in der Großstadt, ohne irgendeinen Unterschied seinem Schema nachgeht.

Wo es der Alien-Reihe gelang, durch wechselnde Grundstimmung und Settings Variablen in ein an sich kaum weniger starres Konzept zu transportieren, will auch Predator 2 dies durch Schauplatz, Story und Charaktere erreichen, aber so stur die Kreatur ihrem Beutezug nachgeht, so wenig passt das Brimborium um sie herum dazu, so wenig wirkt es auf sie und so wenig ändert es sie in irgendeine originelle Richtung. Die ständig lauernde Bedrohung, die ständige Ungewissheit, wann, gegen wen und nicht zuletzt wie der Predator zuschlagen würde, alles was dem ersten Teil Reiz und Spannung verlieh, kommt dem Nachfolger fasst völlig abhanden. Die erste Attacke der getarnten Schlachtmaschine findet bereits nach ein paar Minuten statt, richtet sich gegen einen ganzen Haufen kolumbianischer Drogendealer und ist genauso egal und willkürlich, wie das klingt und, da zudem Off Screen stattfindent, kein bißchen überraschend oder schockend. Tja, denkt man sich, hat’a halt ‘n paar Dealer umgelegt…

Den Cops um Harrigan und seine Partner Danny und Leona geben von der Decke hängende und ausgeweidete Leichen schon eher Rätsel auf und als dann auch noch das FBI unter Leitung von Special Agent Keyes anrückt und die bestialischen Tötungen zur Chefsache erklärt fühlt sich der Autoritätsallergiker Harrigan natürlich erst recht dazu aufgefordert, in dem Fall drauflos zu ermitteln. Währenddessen unterbricht der Predator das Voodoo-Ritual einiger Jamaikaner, die einen kolumbianischen Drug Lord hinrichten und abgesehen davon, dass der Außerirdische ein paar neue Spielzeuge mitgebracht hat, ist auch das wieder nur lapidares Weggemetzel, da man auf keine der Figuren einen Dreck gibt. Im Gegensatz zum ersten Teil, in dem der Predator seine Beute nach und nach von der Gruppe separiert anvisierte und jedem seinen eigenen schmerzhaft-brutalen Abgang „gönnte“, setzt Predator 2 die Meuchelmethoden in einer Art Massenabfertigung aneinander, die mit dem Motiv der Jagd zum Erringen von Ehre nicht viel zu tun hat, sondern sich vielmehr darauf verlässt, dass Fans damit zufrieden zu stellen sind, das Monster einfach nur metzeln zu sehen. Das reicht aber nicht nur im Vergleich zum Vorgänger nicht aus, sondern überzeugt auch für sich nicht wirklich, denn dafür steckt, trotz nicht gerade geringem Gewaltgrades, einfach zu wenig Schmackes und Härte hinter den Kills. Zu vieles passiert Off Screen, aus zu großer Entfernung oder mit irgendetwas im Bild, das das Grauen verdeckt.

Der Predator macht also keinen Unterschied zwischen Jamaikanern und Kolumbianern und die Cops überlegen schon, den Unbekannten auf die eigene Lohnliste zu setzen, bis er einen der ihren umbringt. Harrigan nimmt die Sache fortan persönlich und will sich von niemandem auf seinem Weg aufhalten lassen, den Killer zur Strecke zu bringen. Dazu trifft er sich zunächst mit dem jamaikanischen Drug Lord King Willie und Predator 2 offenbart in seiner überflüssigsten Szene, warum er nicht funktioniert. Harrigan trifft King Willie, federbehängt redet der von Dämonen und der anderen Seite und würfelt, ganz Voodoo-Priester, mit ein paar Hühnerknochen. Harrigan erfährt nichts, der Zuschauer weiß es sowieso besser, der Cop verschwindet, der Big Boss der Jamaikaner bleibt allein in einer heruntergekommenen Gasse zurück. Der Predator taucht auf, die beiden bauen sich dramatisch voreinander auf, einen Schrei und einen Schnitt später marschiert er mit King Willies Kopf davon. Dieser ganze „Gang vs. Gang und L.A. geht vor die Hunde“-Plot, wer es da auf wen abgesehen hat, wer da wessen Anführer ist und vor allem, wen der Predator killt – das ist alles völlig egal und total uninteressant und aus Sicht des Predators wie Kastanien sammeln: wo grad eine liegt, da wird sie halt aufgehoben.

Der indianische Spurensucher Billy war in Predator eine wandelnde Sterotypie, von Sonny Landham aber charismatisch gespielt. In Predator 2 überhäufen die Sterotypen von kiffenden, rastaschwenkenden Voodoo-Jamaikanern und koksenden Kolumbianern die erste Filmhälfte und einzig auf sie lässt man den Trophäenjäger los. Hälfte zwei hingegen kümmert sich um irgendwelche Bandenkonflikte dann überhaupt nicht mehr, stattdessen springt der Predator in einer weiteren Kastaniensammlerszene in einen U-Bahn-Wagon, in dem nicht nur ein paar Kleingangster, sondern auch sämtliche Fahrgäste und die zufällig anwesenden Cops Leona und Jerry Waffen tragen. Eine weitere Flair-freie Massenabschlachtung später nimmt Harrigan die Verfolgung des Monsters auf und stößt dabei auf Keyes und sein Einsatzteam. Ab hier nun geht Predator 2 letztlich vollends daneben. Obwohl Harrigan sicherlich schon einige Zeit gehabt hat, um sich über die Herkunft des mysteriösen Meuchlers Gedanken zu machen, zeigt er, als Keyes nun dessen außerirdische Herkunft und die jahrelange Suche nach dem Wesen zur Tatsache macht – überhaupt keine Regung. Danny Glover ist fraglos ein Darsteller, der mehr Talent besitzt als die gesamte Riege um Schwarzenegger im Vorgänger zusammen genommen. Doch selbst denen hat man es abverlangt, auf die Vorgänge und deren Auslöser Reaktion zu zeigen. Glover hingegen lässt man einfach weitermachen, als wäre ein Außerirdischer, der mit hoher technischer Überlegenheit die Erde zu seinem Jagdrevier macht, das selbstverständlichste aller Dinge.

Für den benötigten Drive sorgt diese „Wendung“ aber ohnehin nicht, Keyes verknüpft ein paar (für den Zuschauer) Klarheiten, etwa dass der Predator Wärme sehen kann, verweist auf die Ereignisse in Zentralamerika von vor zehn Jahre und deckt ansonsten mit seinen Aussagen die ganzen Ungereimtheiten seiner Einheit auf. Ein Leben lang meint Keyes, hat er auf die Gelegenheit einen der Außerirdischen zu fangen gewartet. Wenig sinnige Aussage, wenn die Suche erst vor zehn Jahren begann. Über zwei Wochen habe man gebraucht, um die Gewohnheiten des Predators zu erforschen. Das scheint einerseits recht kurz, stellt man sich die Handlungsmuster des Jägers doch irgendwie komplexer vor. Andererseits erscheint es recht lang, wenn als einziges Ergebnis die regelmäßige Nahrungsaufnahme des Predators in einem Schlachthaus steht und er ansonsten lustig weiter gemordet hat. Doch auch dem Predator selbst wird jede Glaubwürdigkeit genommen, als man ihn einen Uhrenturm erklimmen lässt, auf dessen Spitze angekommen er jubelschreiend (wie kann das unter dem Helm überhaupt klappen?) und OHNE Tarnung einen erbeuteten Schädel feiert. Was eine coole Pose sein soll wird spätestens lächerlich, als in den Kampfspeer des Predators ohne jede Wirkung der Blitz eines sehr partiell auftretenden Gewitters einschlägt… Mit dem Stealth Hunter des ersten Teils hat das jedenfalls nichts zu tun.

Am meisten gegenüber seinem Vorgänger (aber auch losgelöst vom Vergleich) fällt in Predator 2 der Showdown ab. Keyes‘ Team ist chancenlos und es bleibt Harrigan überlassen, das Monstrum klein zu kriegen. Nicht nur gibt es hier total unpassende Comedy-Einlagen, wie ein altes Lockenwicklertantchen, dass sich dem Predator mit einem Besen entgegen stellt, zudem sollte man, wenn überhaupt, nicht das Alien die Oneliner raushauen lassen, auch wenn sie nur die Wiedergabe dessen sind, was der Predator im Laufe des Films aufgeschnappt hat. Der Endkampf im Raumschiff des ungebetenen Besuchers ist dann, besonders nachdem sich der angeschlagene Predator unmittelbar zuvor ellenlange selbst verarztet hat, geradezu erbärmlich, dauert nur ein paar Hiebe und hat außer dem Gag mit einem gewissen Schädel in der Trophäensammlung rein gar nichts zu bieten. Schuld daran trägt auch Danny Glover. Hätte man ihn als komplettes Gegenteil zu Schwarzenegger aufgebaut, zu einem stinknormalen Cop gemacht, der von der Situation völlig überfordert ist, aber letztlich über sich hinaus wächst, hätte er funktionieren können. Dadruch, dass er aber ein ganz Harter sein soll, der in all seiner Abgebrühtheit das Geschehen einfach bei den Eiern packt, Glover dafür aber meist viel zu sanft wirkt (und sowieso sein ewiges »I’m too old for this shit« auf der Stirn trägt), überzeugt er weder als würdiger Gegner für den Predator, noch als der typisch-untypische Actionheld, der zuvorderst mit den eigenen Schwächen zu kämpfen hat. Ein paar Pluspunkte verdient sich Predator 2 letzten Endes einzig durch den Einsatz von Alan Silvestris erinnerungswürdigem Score und dadurch, dass seine Titelfigur immer noch von der Faszination ihres brillianten Designs lebt, wobei Effekte-Guru Stan Winston dem unter dem Kostüm steckenden Kevin Peter Hall eine in ihren mimischen Möglichkeiten nochmals verbesserte Maske verpasst hat.


Wertung & Fazit


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Mehr zum Film

Bewerten & Teilen

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  • http://moviescape.wordpress.com/ bullion

    So schlecht abgeschnitten? Sicher reicht Teil 2 nicht an den ersten heran, doch finde – zumindest ich – ihn beinahe ebenso unterhaltsam. Allein der Sprung in die Wohnung samt Kampf ist für mich immer noch eine Spitzenszene.

    • http://christiansfoyer.de christiansfoyer

      Mag sein, dafür ist die Szene, die dazu führt, total bräsig: der Predator aktiviert die Selbstzerstörung, nur weil er ein bißchen angeschlagen an einer Häuserwand hängt usw.? Für sich genommen gute Szenen nutzen irgendwie wenig, wenn sie schlecht eingeleitet werden. Ich hatte den Film zugegebenermaßen besser in Erinnerung, aber heute hat er mir so gar nicht gefallen

  • http://filmisch.es David

    Wieso sollte der auch gut abschneiden? Predator 2 ist total albern und Danny Glover in der Rolle total unpassend. Schlechter wird vermutlich nur die Neuverfilmung mit Adrien Brody.

    • http://christiansfoyer.de christiansfoyer

      Hmmmm, dem mittleren Satz stimme ich zu, dem letzten aber nicht. Von “Predators” erwarte ich schon, dass der an den ersten rankommt, trotz (oder hoffentlich auch WEGEN) Adrien Brody ;)

  • http://itsamagicblog.wordpress.com christian

    Kann ich so unterschreiben, eine völlig uninteressante Rahmenhandlung mit langweiligem Plot. Bleibe aber dabei, dass Teil drei gut wird!

    Kein böse gemeinter Hinweis: Teil zwei ist doch meines Wissens nach wie vor indiziert, oder? Dürfen Rezensionen bzw. Inhaltsangaben da frei zugänglich sein…? Bin mir nicht sicher :shock:

    • http://christiansfoyer.de christiansfoyer

      Ist richtig, der ist und bleibt indiziert, allerdings beziehen sich Review und Inhaltsangabe selbstverständlich auf die FSK16-Fassung.
      Davon abgesehen: auf anderen Seiten findet man auch Reviews und Inhaltsangaben zum Film, drum mach ich mir mal keine Sorgen ;)

  • http://holylausiblog.wordpress.com Laosüü

    Er war wirklich um Längen schlechter. Ich hatte den viel besser in Erinnerung, doch als ich ihn das letzte Mal gesehen hatte, fand ich ihn immer noch annehmbar, aber nur aufgrund der großartigen Hautfigur. Allerdings ist der Predator wirklich ein wenig zu albern dargestellt und Glover hat viel mehr drauf, als ihm hier abverlangt wurde.

    • http://christiansfoyer.de christiansfoyer

      So is’s! Nur Highlander (bzw. Unsterbliche) dürfen von Blitzen getroffen werden, ohne dass ihnen was passiert ;)
      Neben Glover werden hier auch Bill Paxton und Gary Busey verschwendet

  • Marcus

    Dieser Film war bzw. ist absolut genial. Ich kann diese Meckerei absolut nicht nachempfinden.
    Dieser Streifen bietet fast dasselbe wie der erste, nur von fast allem mehr. Das heißt jetzt nicht, dass er besser ist. Nein, ich find ihn genauso gut.
    Des Weiteren ist es doch lobenswert, wenn man für eine Fortsetzung nicht den selben Protagonisten nimmt, sondern versucht einen neuen darzustellen, welcher hier übrigens in seiner Charakteristik mit “Dutch” mithalten kann. Die meisten antipathischen Meinungen resultieren doch bloß aufgrund Schwarzeneggers Abwesenheit. Nein, ich habe kein Problem damit, wenn jemand diesen Film nicht mag. Aber wenn man den Streifen an den Punkten kritisiert, welche auch beim ersten Teil zutreffen, es da aber nicht erwähnt, so finde ich das sehr “speziell”.
    Der Film hat Action, Spannung, eine geile Atmosphäre und er macht einfach Spaß.
    Des Weiteren ist er um ein vielfaches besser als dieser Rodriguez-Bullshit. Über AVP brauchen wir erst gar nicht reden.
    3, 5 Punkte von 10? Über Geschmack lässt sich streiten! Aber ich habe beim lesen dieser Kritik den Eindruck gehabt, als wollte der Verfasser PREDATOR 2 von vornerein zerreisen.

    • http://christiansfoyer.de christiansfoyer

      Hm, ich denke eher nicht, dass ich den Film für Dinge kritisiere, die auch auf den ersten zutreffen und die ich da nicht erwähnen würde (für solche Behauptungen sind Beispiele immer nett). Ich kritisiere ihn hauptsächlich für den schwachen Showdown, den zu willkürlich wirkenden und viel zu zufallsbedingten Einsatz des Predators, die übertrieben klischeehaften Figuren und die mangelnde Logik, die hier dadurch auftritt, dass die simple Grundprämisse ziemlich unglücklich verkompliziert und unnötig zerlabert wird (siehe Buseys Team und das “Voodoo”- und “Dämonen”-Gerede). Gegen Schwarzeneggers Abwesenheit hätte ich nix gehabt, aber ich hab doch auch geschrieben, was mich an Glover stört: zu viel Bad Ass-Attitüde und da passt er einfach nicht rein.
      “Aber ich habe beim lesen dieser Kritik den Eindruck gehabt, als wollte der Verfasser PREDATOR 2 von vornerein zerreisen” – Sorry, aber das ist Quatsch. Ich hatte “Predator 2″, vor gut zehn Jahren zuletzt gesehen und locker um 3 bis 4 Punkte BESSER in Erinnerung, bei der Neusichtung für diese Review hat er mich aber halt nicht mehr so überzeugt, ganz besonders im direkten Vergleich mit dem ersten Teil

  • Marcus

    Erst einmal muss ich mich outen, ich hatte heute Nacht eine scheiß Laune gehabt (Frauengeschichte). Meine Kritik an Deinem Review bezog sich allgemein auf alle „Miesmacher“ des Films.
    Nun gut, ich muss dennoch einige Punkte ansprechen, aber ohne ein erhöhtes Adrenalin.
    Du kritisierst den Film beispielweise für die übertriebenen klischeehaften Figuren. Aber sind denn die Figuren in dem ersten Teil nicht übertrieben klischeehaft?
    Fast alle sind Muskelbepackt, und so cool, dass sich die Balken biegen: „Ich habe keine Zeit zum bluten!“ – „Ok, haste denn Zeit um in Deckung zu gehen?“. PREDATOR ist einer meiner Lieblingsfilme. Mir hat seine Überzeichnung seiner Protagonisten zugesagt, wie im 2. Teil.
    Das Du den Showdown nicht magst, kann ich nicht ganz nach vollziehen. Er ist anders als beim Vorgänger, auch ein wenig kürzer und ja, auch nicht ganz so spannend, aber sehr Actionreich und Dynamisch. Besonders den Auftritt der anderen PREDATOREN fand ich sehr grandios. Des Weiteren gibt es hier sogar einen Anflug von Humor, besagte Besenszene.
    Was ist daran verkehrt?
    Ferner ist auch der Einsatz des PREDATORS nicht willkürlich oder zusatzbedingt. Es passt durchaus alles zusammen. Der Streifen beginnt mit einer Straßenschlacht- Bullen gegen Kolumbianer, welcher der PREDATOR beobachtet und sich anschließend die Kolumbianer vorknöpft. In diesem Szenario taucht HARRIGAN, nicht Hannigan, ebenfalls auf, was auch dem Rasta-Alien nicht verborgen bleibt.
    Die 2. Schlachtpartie des PREDATORS gebührt den Jamaikanern, welche zuvor den Kolumbianer-Obermacker kalt gemacht haben. Jamaikaner und Kolumbianer, dass erfährt man zu Beginn des Films, können sich nicht ab. Und da diese beiden Clubs anscheinend den größten prozentualen Anteil an den Gewaltdelikten in LA haben, ist es durchaus logisch, dass der PREDATOR Jagd auf sie macht.
    Wenn es also irgendwelche Drogendealer oder ähnliches gewesen wären, dann hätteste mit Deiner Kritik bezüglich des willkürlichen PREDATOR-Einsatzes recht.
    Auch hier taucht Harrigan auf, welcher von nun an zur bevorzugten Beute hochgestiegen ist. Warum? Da er ebenfalls in der Lage ist Jamaikaner und Kolumbianer kalt zu machen, auch ebenfalls Jagd auf sie macht und selbst bei seiner eigenen Truppe sehr wild rüberkommt, man denke da nur an den Anfang; Harrigans Unterhaltung mit seinem Vorgesetzten (Robert Davi), scheint er interessanter zu sein. Von dort an verfolgt der PREDATOR ihn…..
    Ach ja, der PREDATOR springt in die U-Bahn, weil sich dort 2 Mitglieder von Harrigans Team aufhalten, und er macht nicht irgendwelche Leute platt, sondern nur die Bewaffneten.
    Das Voodoo-Gequassel kann man an einer halben Hand abzählen. Des Weiteren kommt die Bezeichnung Dämon ebenfalls im ersten Teil zum Einsatz. „Der Dämon, der aus unseren Männern Trophäen macht.“ Im 2. Teil wird dies von King Willie nur noch ein wenig weiter ausgeführt.
    Es gibt meines Erachtens nicht einen Film mit Gary Busey, bei welchem er einen passablen Auftritt hat.
    Noch was zum Thema Logik, dass der Film ein paar Löcher stimmt ja.
    Weshalb hat der PREDATOR im ersten Teil nicht das Rebellenlager kaltgemacht? Das dürfte doch genau sein Ding gewesen sein? Das er nicht mitbekam, dass da eines ist, kann nicht sein.

    Naja, aber man kann sich über so etwas stundenlang unterhalten.

    • http://christiansfoyer.de christiansfoyer

      Kann man, und genauso könnte ich jetzt auch jeden Punkt nochmals aus meiner Sicht zu wiederlegen versuchen, z.B. sind die Figuren aus Teil 1 natürlich genauso klischeehaft, aber da macht es einfach mehr Sinn: je härter die dargestellt sind, umso mehr Wirkung erzielt der Predator, der diese harten Kerle fast schon leichthändig wegmetzelt.
      Aber ich denke kaum, dass wir uns einig werden, muss ja auch gar nicht sein. Für dich gibt’s zwei sehenswerte “Predator”-Filme, für mich halt nur einen, doppelter Spaß für dich also ;)
      Ich selbst halte mich nicht für einen Miesmacher, sollte doch selbstverständlich sein, dass auch ich mir lieber einen guten Film ansehe und hinterher entsprechend drüber schreibe, in diesem Fall war’s mal nicht so und ich hab nicht etwa geifernd über der Tastatur gehangen und hab mich gefreut, dass ich jetzt “Predator 2″ zerreißen kann. Nein, vielmehr war ich auch ein Stück weit enttäuscht, dass er meinem Bild von damals nicht mehr entsprochen hat. Aber whatever…
      Danke übrigens für den Harrigan-Hinweis, wird natürlich umgehend korrigiert

  • Marcus

    Mal ehrlich: So muss das ja auch mal sein, sich über einen Film zu fetzen. Das macht schon mal Spaß!
    Nein, ich glaube Dir das ja auch, dass Du kein “Miesmacher” bist, der mit Freuden in die Tastaturen haut.

    Wegen dem Hinweis:
    “Gern geschehen.”

    • http://christiansfoyer.de christiansfoyer

      Eben, so lange das alles im fairen Rahmen bleibt geht das alles klar ;)
      Als kleines Friedensangebot: „Willst du’n Bonbon?“

  • Marcus

    Hehe!
    Das läuft!

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