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Jahr:
2011
Regie:
Neil Burger
Cast:
Bradley Cooper
Robert De Niro
Abbie Cornish
Anna Friel
Johnny Whitworth
Robert John Burke
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Inhalt:
Der Schriftsteller Eddie Morra ist nicht gerade auf der Siegerstraße unterwegs: zwar hat er einen Buchvertrag in der Tasche, aber noch nicht eine Seite geschrieben, seine erste Ehe wurde nach ein paar Minuten wieder geschieden, seine aktuelle Freundin Lindy hat gerade mit dem lottrigen Loser Schluss gemacht. In seinem heruntergekommenen Zustand hat Eddie auch nicht wirklich Bock darauf, seinem Ex-Schwager Vernon zu begegnen. Der allerdings meint, die Lösung für Eddies Probleme parat zu haben: eine neue synthetische Wunderdroge namens NZT-48. Die steht angeblich kurz vor der Markteinführung und soll den Zugriff auf das volle Leistungsvermögen des Gehirns ermöglichen. Und tatsächlich: Eddies Intelligenz, Erinnerungsvermögen und Konzentrationsfähigkeit steigern sich ins unermessliche, sein Buch vollendet er in wenigen Tagen, Sprachen und Instrumente lernt er nebenbei und selbst auf tief im Unterbewusstsein abgespeicherte Informationen kann er nun zugreifen. Dermaßen aufgeputscht startet Eddie einen rasanten Aufstieg als Börsenspekulant und dringt bis in höchste Geschäftskreise vor. Doch Nebenwirkungen bleiben nicht aus: hält er seinen NZT-48-Konsum nicht konstant hoch kommt es zu abrupten schweren Krankheitssymptomen, die andere Abhängige, von denen Eddie erfährt, bis in den Tod treiben. Doch damit nicht genug: auch der kaltblütige Russe, mit dem er sich eingelassen hat, will plötzlich mehr als nur Geld von Eddie und dann ist da noch ein seltsamer Mann, der ihn verfolgt…
Fazit:
Na siehste, Bradley Cooper, da geht doch noch deutlich mehr, als immer nur verkatert durch Touristenhochburgen zu stolpern: im Superdrogenmegaflash durch New York monetarisieren, blackouten, bumsen und töten zum Beispiel! Neil Burgers Limitless gibt dem Beau damit natürlich reichlich mehr an die Hand, als die Hangover-Trips. Statt zotiger Klemmödie gibt’s hier einen ekstatischen Mix aus klassischer rise and fall-Story, wildem Drogen-Drama und teils ordentlich gewalttätigem Paranoia-Thriller, der zum Schluss zudem noch zungeschnalzend jeden moralischen Zeigefinger absäbelt, der sich da zwischendurch zu erheben droht. Ganz ohne die Fehler und Klischees, die Filme solcher Genres machen, dröhnt sich Limitless nicht ins Ziel: die subjektive Fokussierung auf den Ich-Erzähler lässt daneben nur fragmentarische Charaktere zu und das voranpeitschende visuelle Konzept lenkt von ein paar kleineren Storylücken ab, was aber überhaupt nichts am fast schon schelmisch-dreckigen Vergnügen trübt, das Coopers up and down tour de drug selbst in ihren harten Momenten bereitet. Ein bißchen bösartiger in Richtung Konsumgeilheit, Aufputsch-Allüren und Konzern-Großkotzigkeit hätte Burger vielleicht hier und da noch werden können, aber für das unmittelbare Erlebnis des Films ist es auch schon wieder gut und richtig, wie wenig Ambition zum kritischen Hinterfragen vorhanden ist. »A tablet a day and I was limitless. What would you do?« Das kann und darf sich jeder selbst überlegen, ohne dass die Antwort vom Film breit ausdiskutiert wird. So taugt Limitless natürlich nicht als Werbefilm für don’t do drugs-Kampagnen, sehr wohl aber zu einem reizüberbordenden passiv-Trip, den man sich nach dem Abspann-Entzug gerne gleich nochmal reinschmeißt.
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