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| Erwartungen: |
| An keinen Films des Jahres 2011 waren die Erwartungen nach den grausamen Trailern niedriger. Eine übelste und krampfhaft auf modern getrimmte Verunstaltung, ähnlich der grässlichen Garfield- und Chipmunks-Filme, das hatte ich erwartet und noch schlimmeres. |
| KEINE |
| Umstände: |
| Irgendwie bestand bei mir die völlig irrationale Hoffnung, das Die Schlümpfe mich doch positiv überraschen könnte, wenn doch mit ein bißchen mehr Herz rangegangen worden sein sollte, als das Ganze vermuten ließ. Just a fool’s hope… |
| OHNE EINFLUSS |
| Bilder:: |
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| IN ZAHLEN
Jahr: 2011
Länge: ca. 102 Min
US-Kinostart: 29.07.2011
dt. Kinostart: 4.08.2011
Budget: 110 Mil.
Box Office: 562 Mil.
(USA: 142 Mil. / weltweit: 419 Mil.)
Bestenliste: 8 (weltweit 2011)
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CAST
Neil Patrick Harris
Jayma Mays
Hank Azaria
VOICE-CAST
Anton Yelchin
Alan Cumming
Katy Perry
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CREW
Regie: Raja Gosnell
Drehbuch: J. David Stem,
David N. Weiss, Jay Scherick,
David Ronn
Kamera: Phil Meheux
Schnitt: Sabrina Plisco
Musik: Heitor Pereira
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Die kleinen Schlümpfe leben ein friedliches Leben in ihrem tief im Wald versteckten Dorf. Doch immer wieder droht ihnen Gefahr durch den Zauberer Gargamel. Der ist gemeinsam mit seiner Katze Azrael zwar nicht eben der Hellste, bei seiner Jagd auf die Schlümpfe aber dennoch seit Jahrzehnten ein hartnäckiger Gegner. Und eines Tages passiert es: der tollpatschige Clumsy Schlumpf führt Gargamel versehentlich direkt ins Dorf. Während die meisten der blauen Kerlchen fliehen können kommen Clumsy, Papa Schlumpf, Schlaubi, McTapfer, Muffi und Schlumpfine vom Weg ab und geraten an einen magischen Wasserfall, der sie durch einen Strudel ins Manhattan der Neuzeit katapultiert, Gargamel und Azrael auf ihren Fersen. Nach einigem Hin und Her landen die Schlümpfe im Appartement des Marketingexperten Patrick und seiner schwangeren Frau Grace. Für die putzigen Besucher gilt es nun nicht nur, mit den Gepflogenheiten der unbekannten Umgebung klar zu kommen, sondern auch den Fängen Gargamels zu entgehen und einen Weg zurück nach Hause zu finden…
Ahhhhhhhhhh …. my god …….. was zum??? …… warum wird Papa Schlumpf von Optimus Prime synchronisiert????? ….. und was zum ……….. wer ……… goddammmmmmm ………… und wenn der olle Gargamel nur EINEN Tropfen braucht ……….. warum zum Schlumpf ………… dann hinter SECHSEN herrennen …………… und VIERUNDNEUNZIG laufen lassen?!?!?!!? …………. und was zum ………… WER????? ……. ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh …………. und warum quasselt Muffi soviel, der MUFFELT und GRUMMELT doch sonst nur???!?!?! ……….. und verdammt nochmal ………….. was soll dieser Schotten-Schlumpf?!?!?!!? ……………. und was ………………….. und der nächste idiotische Gag ……………… ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh ……………………….. und wo zum Teufel ist HEFTY?!?!?! HEFTY?!?!?!?!?! ………………… ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh ………………… und die nächste bekloppte Popkulturanspielung …………………….. oh Mann…oh Mann…ausmachen, ausmachen!!! ………….. und die Schlümpfe, nicht besonnen, nicht niedlich, alles hyperaktive Halbirre ……. und ……….. ohhhhhhhhhh, warum Neil Patrick Harris, wahhhruhuhuhummmmm ……………………
Ähem. Sorry. Aber ungefähr so hat es sich während der Sichtung von Die Schlümpfe in meinem Wohnzimmer angehört. Daraus lässt sich vielleicht schon schließen, dass ich mit dem Film nicht besonders glücklich geworden bin. Dass ich ihn teils gar als Beleidigung aufgefasst habe. Und das nicht nur, weil hier Kindheitserinnerungen auf’s übelste geschändet werden. Auch ohne Bezug zur Zeit als Steppke, der mit den kleinen blauen Kerlchen das Schlumpfenlied pfeift, vor Gargamel bangt, mit den Schlumpflingen Blödsinn ausheckt und Hefty-Schlumpf anfeuert – selbst wenn all das nicht verpackt in Jokeys Geschenkschachteln, die während des Films reihenweise in meinem Kopf explodierten, in meinem Gedächtnis gewesen wäre: Die Schlümpfe wäre immernoch ein erbärmlich mieser Un-Film, eine Irrfahrt durch dramaturgische und humoristische Dunkelwälder und voll in die Fresse geballerter Produktplatzierungen, zugemüllt mit dämlichen Wortspielen, langweiligen und viel zu breit gewalzten Action-Slapstickeinlagen, einer gezwungenen smurfs out of forest-Story und einer entsetzlich weichbreiigen Dumpfschlumpfmoral vom prioritätenungewissen werdenden Papa, der dank chaotischidiotischer Fabelwesen das Zauberer von Oz-Gesamtpaket erhält, also Herz, Mut und Verstand. Ahhhhhhhhhh …. my god …….. was zum??? …… Ok ok, sorry nochmal…
Ganz abgesehen davon, dass es den ohnehin nicht gebraucht hätte. Menschliche Identifikationsfiguren mögen ja eine Unumgänglichkeit sein, aber auch die hätten sich vor Ort angeboten, zum Beispiel der junge Hofnarr Peewee. Stattdessen gibt’s den persönlichkeitslosen Marketingmann Patrick, an dessen zweckmäßige Grobskizzierung sich die Autoren wohl noch aus der ersten Stunde ihres Screenwriting-Anfängerkurses erinnert haben und den ein Neil Patrick Harris auch dadurch nicht interessanter macht, dass er Neil Patrick Harris ist. Die Friedberg/Seltzer-gestählte Jayma Mays macht nicht mehr als die passenden kugelrunden Augen zu ihrem kugelrunden Babybauch und die ganze Nummer um den Papa, der noch nicht so weit ist und der drum den wegweisenden Rat erhält von DEM Papa, Optimus…ähhh…Papa Schlumpf….ähhhh….hupps, Faden verloren… Jedenfalls durchläuft die Geschichte die denkbar einfallslosesten Stationen, der von Abgabeterminen gestresste Patrick bekommt von den hyperaktiven Blauköpfen sein ohnehin auf Kipp stehendes Berufsleben noch ein bißchen mehr durcheinandergewirbelt und muss den wenig besonnenen Blödsinn ausbaden, den das Schlumpfsextett so in seiner Wohnung, auf der Arbeit und sonstwo verzapft. Liebenswürdig ist an DIESEN Schlümpfen jedenfalls mal nix, die völlig out of character gerissenen ADHS-Zerrbilder ihrer Vorlagen wirken eher wie aus der geschlossenen Abteilung des schlumpfhausener Irrenhauses ausgebrochen, so vogelwild albern und flippen die da rum.
Das aber ist es, was die Macher glauben, der Zielgruppe bieten zu müssen: allerlei belanglose Albernheiten von harmlos bis ganz blöd, hohle Sprüche und reichlich Action, bloß kein stimmiges Gleichgewicht aus An- und Entspannung, bloß keine mit echtem Inhalt gefüllten Ruhemomenten, alles muss »PÄMMM« und »POWWWW« und »SCHLUMPF« und wo es zehnminütige Folgen der Zeichentrickserie geschafft haben, immer auch ein bißchen kindlich-sinnvolle Lehre zu vermitteln, da kommt ein zehnmal so langer Film mit irgendsoeinem dahingepatschten »jeder kann ein Held sein«-Blaaaaaaaaaa daher. Für die Großen sollen zahlreiche gezwungene Popkulturverweise die Unterhaltung garantieren, da wird dann Avatar-mäßig auf Storchen geflogen und auf’s idiotischste Der Herr der Ringe reminisziert. Oder der Schotten Schlumpf gröhlt Braveheart-like »Freeeedom« (zugegeben, da musste ich tatsächlich schmunzeln…). Das gerät aber alles so plump, so lieblos, so Friedberg/Seltzer’ig (womit die zweite Brücke zu deren Epen der Schlechheit geschlagen wäre…), dass man damit unmöglich Spaß haben kann. Selbigen hatte übrigens mit ziemlicher Sicherheit ein zu seinem Wohl unkenntlicher Hank Azaria als Gargamel: Azaria zieht hier eine wilde Slapstickshow ab, die aber mehr die Laufzeit noch weiter ins Unerträgliche streckt, als sie tatsächlich zu bereichern.
Die Schlümpfe. Jaaaaaaaaaaaaaaaa. Furchtbarer Film. Ein furchtbarer, ganz ganz furchtbarer Film, dessen Tiefpunkte bisher noch nichtmal angesprochen wurden: Schlümpfe, allen voran Schlaubi (ausgerechnet der spießige Klugschwätzer Schlaubi!), die zum Partygame Rockband das Schlumpfenlied rappen (rappen herrgott, rappen!), Muffi Schlumpf, der einer grünen M&M-Puppe seine Gefühle beichtet (what the fuuuuuuuuuuuuuck?!?!?), ein zum Actionhelden stilisierter Optimus…ähhh, verdammt Papa Schlumpf und immer so weiter und immer noch ein bißchen schlimmer. Und solch ein Film kostet 110 Millionen und spielt über 560 ein. Geld, mit dem man echte Schlümpfe genetisch hätte züchten und einen Dokumentarfilm über sie hätte drehen können. Geld, das man in kleine Streifen schneiden und unter’s Essen hätte rühren können. Geld, das man zerschreddern, zusammenpressen und als Katzenstreu hätte verkaufen können. Oder was auch immer, solange man nur nicht diesen Film damit produziert hätte. Wir schlumpfen uns zum Sequel…
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