
Angelegt als ordentlich budgetierte Produktion, irgendwo zwischen 35 bis 50 Millionen, orientiert an gängigen Mainstreammechanismen und Zuschauererwartungen wäre Half Nelson wohl ein tränenreiches, bis zur Unerträglichkeit moralisierendes und kein Klischee unbeachtet lassendes Drogen/Schul-Drama geworden. Zum Glück des Betrachters genügten Regisseur Ryan Fleck jedoch 700.000$, um seine kleine Geschichte des abhängigen Lehrers Daniel Dunne und dessen ungewöhnlicher Freundschaft zur Schülerin Drey zu erzählen. Heraus kam ein Film, der kaum weiteren Abstand von den gängigen plakativen Strukturen halten könnte. Dabei findet Fleck eine beeindruckende Balance zwischen der Distanz, mit der er dem Thema begegnet…
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